Im Interview

IM INTERVIEW MIT Constanze Resinger „Powerfrau und Seele“ der Schlossalm Schischule in Bad Hofgastein

Heute auf der „DieCreaDiven“-Couch:
Constanze Resinger von der Schlossalm Schischule

„GEHE EINMAL IM JAHR IRGENDWO HIN, WO DU NOCH NICHT WARST.“

Dalai Lama

Los geht's

Liebe Constanze,

auf unser Gespräch habe ich mich besonders gefreut, verbindet uns doch so einiges: Wir sind beide deutsche Nordlichter, über 20 Jahre glücklich mit Familie und Job im Gasteinertal zuhause, und einmal im Jahr müssen wir Nordseeluft schnuppern. Wie sehr Du Dich hier in den Bergen wohl und gesettelt fühlst, zeigen mir nichts Geringeres als Dein hausgemachter Almkräuter-Sirup und Deine Energie-Busserl-Kekse. Hier auf Deiner Terrasse mit Blick auf den Stubnerkogel, während Du mir aus Deinem Leben erzählst, schmecken sie mir am besten.

Wir – Die CreaDiven – arbeiten mit Eurer Skischule nun schon seit einiger Zeit erfolgreich zusammen und beobachten daher immer sehr gespannt, was sich in Deinem Leben tut und mit welchem Engagement und welcher Leidenschaft Du der „next generation“ den Weg in die Skischule ebnest.

Wie war das damals, als Dir der Osttiroler Sepp Resinger über den Weg lief?

Das war, wie immer bei solchen Begegnungen, sehr außergewöhnlich. Wie Du weißt, bin ich in Hameln an der Weser aufgewachsen, wo es keinen Berg weit und breit gibt, aber in einer leidenschaftlichen Skifahrer-Familie groß geworden. Meine Eltern nahmen mich schon früh mit zum Skifahren, auch wenn sie nur schnell mal übers Wochenende ins Stubaital fuhren. Unsere Winterurlaube fanden auch immer in Tirol statt, und für mich war schon als 5Jährige klar: Ich heirate mal einen Tiroler!

So ist es dann ja auch gekommen.

Ich bin gleich nach dem Abitur rein zufällig in Bad Hofgastein gelandet, weil ich hier einen Job als Skilehrerin in der Schule von Fritz Zettinig, dem ehemaligen Bürgermeister unseres Ortes, bekam. Zur gleichen Zeit eröffnete Sepp in Bad Hofgastein seine eigene Skischule und hat mich „quasi abgeworben“. Sepp konnte mich überall einsetzen – im Büro, fürs Personal und auf der Piste. Zwar musste ich für meine Ausbildung immer wieder zurück nach Deutschland, aber in der so wichtigen Aufbauphase unseres jungen Unternehmens war ich stets an Sepps Seite. Es hat sich gelohnt.

Heute gehört die Schlossalm Schischule mit Bobos Kinderclub zu den etablierten Schulen im Gasteinertal. Seit Dezember 2020 leitet sie Euer Sohn Max gemeinsam mit seinem Vater Sepp.

Darüber sind wir sehr glücklich. Max ist ausgebildeter Tourismuskaufmann, staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer – und damit mit den besten Voraussetzungen ausgestattet, unser Familienunternehmen mit neuen, innovativen Ideen erfolgreich weiterzuführen – und zwar unter dem Motto „familiär und persönlich“. Gerade ist er wieder in Australien, von wo er neben seinem Einsatz als Skilehrer sicherlich neue Eindrücke mitbringen wird. Unsere Tochter Marie hat sich für einen anderen beruflichen Weg entschieden. Sie ist zwar auch Landesskischullehrerin und hilft hier und da aus. Als Krankenschwester absolviert sie jedoch gerade in Innsbruck die Intensiv-Fachausbildung.

Seid Ihr also, Sepp und Du, nicht raus aus der Skischule?

Ja, Sepp ist weiterhin der Chef der Skischule und die Übergabe läuft. Aber ich freue mich, dass ich endlich wieder mehr Zeit habe für mich und meinen Sport habe, Mountainbiken und Wandern. Im Übrigen arbeite ich seit 2014 in der Tourismusschule Bad Hofgastein als Erzieherin. Ich liebe diese Aufgabe und hoffe, dass ich noch viele Jahre dort die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten darf.

Kommen wir auf das Zitat vom Dalai Lama zurück: „Gehe einmal im Jahr dorthin, wo du noch nicht warst!“

Ganz viel reisen, gehörte und gehört zu meinem Leben, und zwar jedes Jahr einen anderen Ort entdecken. Und das am liebsten mit dem Mountainbike. So haben wir bereits Teneriffa, Sulawesi, Bali und viele andere Orte auf dieser Welt erkundet. Unser nächstes Ziel ist Südafrika.

 Haben wir noch ein Resinger-Familienmitglied vergessen?

Oh ja, unseren Labrador-Luis, auch bekannt als der Skischulhund. Alle Kinder lieben ihn. Kein Wunder, begleitet er uns doch auf Schritt und Tritt …

Liebe Constanze,

danke, dass Du so offen über Dich und Dein Leben erzählt hast. Du bist eine sehr selbstbewusste, naturverbundene und motivierende Frau, die vielen von uns Mut und Zuversicht gibt.